Allgemeine Markteinschätzung:



In weiten Teilen Deutschlands ist das öffentliche Leben zum erliegen gekommen und auch in anderen Teilen der Welt ist die Krise rund um das Corona Virus mit unverminderter Härte präsent. So wurden in Italien sämtliche Unternehmen geschlossen und auch in Deutschland gibt es erste Schließungen von Großunternehmen. Dabei sind es nicht nur die großen Unternehmen, die wohl herbe Verluste hinnehmen müssen, sondern insbesondere die vielen Kleinunternehmer stehen mittlerweile kurz vor der Insolvenz. Besonders in Deutschland hängen sehr viele Arbeitsplätze an solchen kleineren und mittelständischen Unternehmen, sodass uns hier hier wahrscheinlich eine noch viel größere Wirtschaftskrise bevorsteht.

In der Theorie besteht eine solche Krise immer aus mindestens zwei Teilkrisen, die von einer kurzen Euphorie getrennt werden. Dabei wird die erste Teilkrise von Panik getrieben und sorgt beispielsweise für Hamsterkäufe und ähnliches irrationales Handeln. Nach dieser Panikkrise gibt es oftmals eine kleine Welle der Euphorie und Hoffnung, dass es doch alles nicht so schlimm sei und auf diese Zwischenerholung folgt dann die zweite Teilkrise, welche besonders von Angst getrieben wird und zum Teil über mehrere Monate andauern kann. Diese emotionalen Schwankungen spiegeln sich letztlich an der Börse wieder und gehören zur sogenannten Elliot Wellen Theorie, wonach die menschlichen Emotionen zwischen Hoffnung, Euphorie, Panik und Angst hin und her schwanken, woraus dann die typischen wellenförmigen Börsenkurse resultieren. Aktuell befinden wir uns in der ersten Teilkrise, was man an der großen Panik in der Bevölkerung erkennen kann, die von Panikmache und Hamsterkäufen angetrieben wird. Möglicherweise wird sich die Panik dann in den nächsten Tagen etwas zurückziehen und die ersten Hoffnungsschimmer werden erblickt. Als Anleger sollte man bei dieser kurzfristigen Euphorie, die in den nächsten Tagen wahrscheinlich aufkommen wird, sehr vorsichtig sein und die Lage genau beobachten. Denn es kann an den Börsen jederzeit wieder einbrechen, sobald die Angst größer wird. Dabei könnte diese Angst aus folgenden Gründen entstehen:

Viele Unternehmen in Deutschland und dem Rest der Welt werden aufgrund der Schließungen und der Schutzmaßnahmen massive Verluste hinnehmen müssen. Dadurch wird es immer schwieriger die Löhne und Gehälter zu bezahlen, sodass viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Durch diesen Verlust der Arbeitsplätze sinkt wiederum die Kaufkraft und viele Privatpersonen stehen dann unmittelbar vor der Privatinsolvenz, da sie keine Rücklagen gebildet haben und oftmals auch hoch verschuldet sind durch Konsumkredite, Leasing usw. Somit könnte es zu einer großen Kettenreaktion kommen, wodurch die gesamte Weltwirtschaft lahmgelegt wird. Ein solches Szenario sollte bestenfalls verhindert werden, weil sonst ein Kollaps des Finanzsystems unausweichlich wäre. Deshalb ist nun die Politik gefordert, möglichst schnell zu handeln und diese Krise bestmöglich abufedern. Es bleibt also abzuwarten, ob die Politik und die Notenbanken rechtzeitig ins handeln kommen, was zu bezweifeln ist.

Wechselberger und Koenigshofen Investment wünscht allen eine erfolgreiche Woche.

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