Dax-Wochenausblick:

Der deutsche Aktienindex konnte auch in der vergangenen Woche weiter steigen und notiert nun unmittelbar unterhalb seines Allzeithochs, welches sich bei 13590 Punkten befindet. Damit konnte der Dax in den letzten vier Monaten einen Gewinn von mehr als 1500 Punkten verbuchen und ist mittlerweile schon etwas heiß gelaufen. Dies bedeutet, dass der Aktienindex eine Korrektur nötig hätte, was nach so einem starken Anstieg absolut realistisch wäre. Saisonal betrachtet befindet sich der Markt in einer eher schwierigeren Phase, da das Weihnachtsgeschäft zu Ende ist und durch den Winter einige Arbeitsplätze verloren gehen. Zudem beginnt nun die Berichtssaison, in der die Firmen ihre Quartalszahlen veröffentlichen, wobei die Erwartungshaltung besonders hoch ist. Damit droht die Gefahr, dass viele Anleger enttäuscht werden, weil sie zu hohe Erwartungen haben. Aus charttechnischer Sicht könnte es somit zu einer Korrektur im Dax kommen, die sich bis zur Unterstützung bei 13400 Punkten erstrecken kann. Gut zu erkennen sind außerdem die immer häufigeren Abwärtsbewegungen, die auf einen Trendwechsel hindeuten.



Gold-Wochenausblick:

Das gelbe Edelmetall konnte im Jahr 2019 einen großen Gewinn verbuchen, nachdem es zuvor einige schwere Jahre miterleben musste. Die Gründe für diesen starken Anstieg von etwa 25% liegen dabei auf der Hand: Einerseits hat der Handelskonflikt zwischen den USA und China zu erhöhten politischen Risiken geführt, wovon Gold als traditioneller Krisenschutz profitieren konnte. Andererseits hat sich die Weltwirtschaft zeitweise sehr stark verschlechtert, sodass die Rezessionsgefahr deutlich gestiegen ist. Aufgrund der schwächelnden Wirtschaft mussten die Notenbanken geldpolitische Ausrichtung anpassen, sodass man sich jetzt für eine expansive Geldpolitik ausspricht, um die Wirtschaft zu unterstützen. Für Gold ist eine solche Politik sehr zutreffend, da das gelbe Edelmetall ebenfalls als Inflationsschutz angesehen wird und somit die Nachfrage steigt. Der Anstieg könnte sich saisonal betrachtet bis etwa März erstrecken, wobei auch Kurse oberhalb von 1600 USD möglich wären. Hinzu kommt auch noch, dass sich in dieser Jahreszeit viele Feierlichkeiten befinden, sodass die Nachfrage nach physischem Gold steigt. Besonders aus Indien und China könnte es dann neue Impulse für den Goldpreis geben. In der zweiten Jahreshälfte 2020 ist es dann durchaus auch möglich, dass die Notenbanken ihre Zinspolitik wieder etwas anpassen und die Zinsen kurzzeitig anheben, um genug Handlungsspielraum zu haben. Dies würde dann aber auch voraussetzen, dass die Weltwirtschaft einen deutlichen Wachstumsschub erlebt und dadurch die Nachfrage nach Gold sinkt.



EUR/USD-Wochenausblick:

Der Euro konnte im Jahre 2019 keine besonders gute Figur machen und bewegte sich fast ausschließlich in einer Seitwärtsphase, die sich von 1,09 bis 1,15 USD erstreckt. Somit waren die Schwankungen in diesem Jahr besonders niedrig, während man im vorherigen Jahr noch mehr als dreimal so hohe Schwankungen beobachten konnte. Diese niedrige Volatilität deutet beim Euro darauf hin, dass es im nächsten Jahr wieder zu größeren Bewegungen kommen kann, bei denen das Währungspaar zwischenzeitlich sogar auf 1,18 USD ansteigen kann. Dies würde dann ähnlich wie bei Gold von der Notenbankpolitik abhängen, welche zunächst eine expansive Geldpolitik anstrebt. Sollte sich diese Ausrichtung der Notenbanken ändern, so könnte der Euro im Vergleich zum Dollar stark abwerten. Der Grund liegt darin, dass die EZB deutlich weniger Handlungsspielraum als die Fed hat, da man auf die überhöhten Staatsschulden von einigen EU Ländern achten muss. Deshalb ist es für die EZB erstmal nicht sinnvoll, die Zinsen anzuheben, da man sonst einen Staatsbankrott Griechenlands und Italiens befürchten müsste. In den USA hat die Fed dagegen deutlich mehr Spielraum und könnte die Zinsen der Wirtschaftslage entsprechend anheben, wodurch der Dollar zum Euro aufwerten würde.

Wechselberger und Koenigshofen Investment wünscht allen eine erfolgreiche Woche.

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